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Adverbien in der englischen Sprache

1. Einfache Definition

Ein Adverb (auch: Umstandswort) ist ein Wort, das ein Verb, ein Adjektiv, ein anderes Adverb oder einen ganzen Satz näher beschreibt. Es macht eine Aussage genauer, indem es Fragen wie “Wie?”, “Wann?”, “Wo?” oder “Warum?” beantwortet. Einfach gesagt: Wenn ein Adjektiv (Eigenschaftswort) ein Nomen beschreibt (ein schnelles Auto), beschreibt ein Adverb die Umstände einer Handlung oder einer Eigenschaft.

2. Die wichtigsten Arten von Adverbien mit Beispielen

Adverbien lassen sich in vier Hauptgruppen einteilen, je nachdem, welche Frage sie beantworten:

a) Adverbien der Art und Weise (Frage: Wie?)

Diese Adverbien beschreiben, wie etwas passiert. Sie werden oft aus Adjektiven gebildet, indem man -ly im Englischen oder -weise / -ermaßen im Deutschen anhängt (aber nicht immer!).

  • Beispiele:
    • Sie singt wunderschön. (Wie singt sie?)
    • Er arbeitet sorgfältig. (Wie arbeitet er?)
    • Das Auto fährt schnell. (Wie fährt das Auto?)
    • Sie spricht laut. (Wie spricht sie?)

b) Adverbien des Ortes (Frage: Wo? Wohin? Woher?)

Diese Adverbien geben Auskunft über den Ort oder die Richtung.

  • Beispiele:
    • Die Kinder spielen draußen. (Wo spielen sie?)
    • Komm her! (Wohin?)
    • Ich komme von dort. (Woher?)
    • Das Buch liegt dort. (Wo?)

c) Adverbien der Zeit (Frage: Wann? Wie oft? Wie lange?)

Diese Adverbien beschreiben den zeitlichen Rahmen.

  • Beispiele:
    • Ich gehe jetzt einkaufen. (Wann?)
    • Sie besucht uns morgen. (Wann?)
    • Ich treibe oft Sport. (Wie oft?)
    • Er war lange krank. (Wie lange?)

d) Adverbien des Grundes (Frage: Warum? Weshalb?)

Diese Adverbien geben den Grund für eine Handlung an.

  • Beispiele:
    • Ich bin deshalb früh gekommen. (Warum?)
    • Sie hatte daher keine Zeit. (Warum?)
    • Trotzdem haben wir es geschafft. (Warum, trotz welchen Hindernisses?)

3. Besonderheiten und wichtige Hinweise

a) Adverb vs. Adjektiv – Der häufigste Fehler!

Der größte Unterschied zwischen Deutsch und Englisch ist die Verwendung von Adjektiv und Adverb.

  • Deutsch: Das Adjektiv bleibt oft gleich, egal ob es ein Nomen oder ein Verb beschreibt.
    • Adjektiv: Sie ist eine gute Sängerin. (Beschreibt das Nomen “Sängerin”)
    • Adverb: Sie singt gut. (Beschreibt das Verb “singt”) → NICHT “gute“!
  • Englisch: Hier wird meist ein -ly angehängt, um das Adverb zu bilden.
    • Adjektiv: She is a good singer.
    • Adverb: She sings well. (Achtung, “good” wird zu “well” – ein unregelmäßiges Adverb)

b) Steigerung von Adverbien

Genau wie Adjektive können auch viele Adverbien gesteigert werden.

  • Grundstufe: schnell
  • Komparativ (1. Steigerung): schneller
  • Superlativ (2. Steigerung): am schnellsten
  • Beispiel: Er läuft schnell. Sein Bruder läuft schneller. Aber ich laufe am schnellsten.

c) Sonderfall: Satzadverbien

Manche Adverbien beziehen sich nicht auf ein einzelnes Wort, sondern auf den gesamten Satz. Sie drücken die Meinung oder Einstellung des Sprechers aus.

  • Beispiele:
    • Glücklicherweise regnet es nicht.
    • Hoffentlich kommt er pünktlich.
    • Leider ist der Laden schon geschlossen.

4. Zusammenfassung in einer Tabelle

Art des AdverbsFrageBeispiele
Art und WeiseWie?gut, schnell, laut, sorgfältig, heimlich
OrtWo? Wohin? Woher?hier, dort, draußen, oben, hin, her
ZeitWann? Wie oft?jetzt, heute, oft, nie, morgen, schon
GrundWarum?deshalb, daher, trotzdem, dennoch

Fazit

Adverbien sind die “Werkzeuge”, mit denen du deine Sätze präziser und lebendiger machst. Sie verraten deinem Gesprächspartner wie, wann, wo oder warum etwas passiert ist. Wenn du dir diese Fragen merkst, kannst du Adverbien leicht erkennen und richtig verwenden.